10 gesunde Gründe zum Barfußlaufen

barfuß laufen

Foto birgitta hohenester / pixelio.de

Gesundheitsvorsorge kann richtig viel Spaß machen und muss nicht einen Cent kosten.

Wie wär´s denn wieder mal mit barfuß laufen?

Ja, einfach die Treter in die Ecke stellen und los geht´s. Wer dann ganz still ist, hört sie jubeln – seine Füße. Denn eigentlich sind die ja zum Barfußlaufen geschaffen. Unsere Füße verfügen über eine Menge kleinere Knochen, Gelenke und Muskeln und natürlich Blutgefäße und Nerven. Letztere enden in einer außergewöhnlich großen Dichte an hochsensiblen Rezeptoren. Diese führen nicht nur dazu, dass wir an den Fußsohlen übermäßig kitzlig sind. Ihr Zweck ist eigentlich, unserem Gehirn exakte Wahrnehmungen aus der Umgebung, vor allem der Bodenbeschaffenheit, zu vermitteln. Das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Nervensignalen macht unsere Füße erstaunlich geländegängig. Haben wir Schuhe an, wird diese naturgegebene Funktion stark unterdrückt. Außerdem wird oft die Fußstellung regelrecht vergewaltigt und die Atmung massiv eingeschränkt.

Die 10 folgenden Gründe sprechen eindeutig für das Barfußlaufen als aktive Gesundheitsvorsorge:

  1. Füße und Zehen finden ihre natürliche Stellung – raus aus dem Zwang des Schuhwerks.
  2. Alle Fußmuskeln werden gleichmäßig gestärkt und das Verletzungsrisiko durch Umknicken vermindert
  3. Die Wölbungen gewinnen Kraft und Halt und wirken Senk- und Plattfuß und anderen Deformationen entgegen.
  4. Die Stoßdämpfereigenschaft der Füße verbessert sich und beugt Rückenbeschwerden vor.
  5. Knie- und Hüftgelenke haben ihre natürliche Stellung und gönnen sich eine Auszeit von hohen Absätzen und Stöckelschuhen.
  6. Durch die natürliche Abrollbewegung des nicht eingeengten Fußes wirkt der Wadenmuskel als „Blutpumpe“ gegen Krampfadern und Venenleiden.
  7. Durch Kältereize beim Barfußlaufen in taufrischem Gras oder sogar im Schnee werden die Durchblutung gefördert und die Abwehrkräfte gestärkt.
  8. Über die Fußsohlen können unserem Körper wertvolle Mineralien zugeführt werden.
  9. Gut „belüftete“ und trockenere Haut verhindert Schweißfuß und wirkt gegen Fuß-und Nagelpilze, weil ihre feuchtwarmen Wachstumsbedingungen nicht mehr vorhanden sind.
  10. Barfuß laufen entschleunigt, denn wer ohne Schuhe unterwegs ist, geht automatisch langsamer. Es macht Spaß mit dem Tastsinn unserer Fußsohlen verschiedene Untergründe zu erkunden. Dabei beugen wir ganz nebenbei Schwindel vor und entspannen den ganzen Körper.

Langsam und behutsam beginnen

Barfuß laufen ist ein natürliches und einfaches Abhärtungsmittel. Darauf schwor schon Sebastian Kneipp. Heute ist barfuß laufen auf dem Weg zur Trendsportart.

Ich möchte nun Jung und Alt ermuntern, ab sofort jede Gelegenheit zu nutzen, barfuß zu laufen. Anfänger sollten in der Wohnung, im Hof und im Garten langsam beginnen, um die Füße behutsam an die Freiheit zu gewöhnen. In jedem Fall sollten Barfußgänger aufmerksam den Boden vor sich im Blick haben, damit spitze Steine oder Scherben nicht zum Verhängnis werden. (Anmerkung: Wer an Diabetes, Polyneuropathie oder orthopädischen Erkrankungen leidet, sollte bitte seinen Arzt zu Rate ziehen!) Vor Verletzungen und Unterkühlung schützen während der Eingewöhnung spezielle Socken mit rutschhemmenden Gumminoppen oder gummierten Sohlen.

Für alle leidenschaftlichen Barfußgänger und Freunde von „Gaudi mit gesundem Hintergrund“ findet am Samstag, dem 25. April 2015 der „1. Äppelallee-Barfußlauf“ statt. Die Strecke führt über einen bzw. zwei Kilometer von Seifersdorf in Richtung Ursprung und zurück. Start ist 10.00 Uhr an der Äppelallee in 09387 Seifersdorf.

Mit barfüßigen Grüßen
Jörg Polster

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