3 Minuten – Guten Morgen Ritual

Morgenggymnastik

Morgengymnastik

Es ist Zeit zum Aufstehen, aber das fällt mir wieder mal so unsagbar schwer. Und ganz tief in mir sagt so ein kleiner Schweinehund:  „Ach, fünf Minuten bleib ich noch liegen. Ich kann mich doch im Bad etwas beeilen…. Na gut, fünf Minütchen noch. Das Frühstück mach ich eh nebenbei… okay, noch fünf klitzekleine Minütchen und dann steh ich gleich auf….“

Wie kann ich bloß, noch umarmt von diesem Schlummer-Wohlgefühl, diesen kleinen Schweinehund überlisten und Blutdruck, Puls und Atmung wieder in Schwung bringen?

Energie atmen

Hier meine Lösung, damit das Aufstehproblem ab sofort der Vergangenheit angehört und wir nicht verschlafen wie ein Filzpantoffel sondern fit wie ein Turnschuh den neuen Tag begrüßen:

Ich bin (halb)wach und liege ganz entspannt auf dem Rücken. Als erstes atme ich mindestens 5 Sekunden durch die Nase tief in den Bauch ein und acht bis zehn Sekunden durch den Mund wieder aus. Das wiederhole ich drei bis viermal. Beim Einatmen stelle ich mir dabei vor, wie die Sonne scheint und  wie Energie und Freude in meinen Körper strömen. Beim Ausatmen sehe ich die Müdigkeit wie die Vögel der Nacht davon fliegen und im Blau des Himmels verschwinden. Meine Gedanken sind eine Weile voller Dankbarkeit für dieses wunderbare Geschenk, wieder einen neuen Tag begrüßen zu dürfen. Mit vollkommener Achtsamkeit widme ich mich für diesen Augenblick ganz meinem ICH. Ich genieße meine wiedererwachten Sinne – ich fühle, ich höre, ich rieche, ich schmecke, ich sehe. Und diese Besinnung weckt meine Lust, nach den Stunden der Ruhe wieder aktiv zu werden und diesen Tag zu nutzen.

Bewegen und lächeln

Nach diesem Moment der Besinnung bewege ich zirka 15 Sekunden Hände und Füße, erst auf und ab dann kreisend nach links und rechts. Anschließend greifen Finger und Zehen, als sollten sie immer wieder einen Schwamm auspressen. Nun drücke ich Handballen und  Fersen in die Matratze. Die Arme und vor allem die Schulterblätter sowie Waden, Oberschenkel und das Gesäß unterstützen mit kräftigen Muskelanspannungen diesen Druck.

Nach drei Wiederholungen hebe ich nun leicht Kopf und Nacken und spanne dabei kraftvoll die Bauchmuskulatur an. Nur die Schulterblätter verlieren den Kontakt zur Matratze. Der restliche Rücken bleibt liegen. Ich atme dabei gleichmäßig tief ein und aus. Ich spüre wie das Blut in Bewegung kommt und beim Einatmen immer mehr Energie und Freude in meinen Körper strömen und beim Ausatmen die Reste der Müdigkeit davon fliegen.

Nach 5 – 6 Wiederholungen dieser „Körper-Pumpe“ nutze ich die Anspannung der Bauchmuskeln um mich aufzurichten und die Bettdecke aufzuschlagen. Ich lege mich anschließend nochmal kurz auf den Rücken und mache fünf bis sieben „Fahrradstrampler“ in die Luft. Dann lege ich beide Hände auf den Bauch und drehe das Becken mit angewinkelten Beinen zweimal auf die linke und zweimal auf die rechte Seite. Dann richte ich mich schräg auf und „springe“ voller Energie und Datendrang aus dem Bett, gehe ins Bad und schaue erwartungsvoll in den Spiegel.

Lächelnd begrüßt mich von dort ein alter Bekannter. Jeden Tag ist er der erste freundliche Mensch, der mir begegnet. Und ich freue mich immer wieder, dass es jemanden gibt, auf den ich mich verlassen kann. Und jeden Morgen nehme ich mir aufs Neue vor, alles zu tun, dass das noch lange so bleibt – carpe diem.

aus „Mein perfekter Tag“ …demnächst als E-Book
Jörg Polster www.bewusst-leben-jup.de

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