Natürliches Antibiotikum – selbst gemacht

natürliches Antibiotikum Zutaten

Foto: Jörg Polster

Vorbeugen ist besser als heilen. Gerade in den Wintermonaten, wenn Grippeviren und andere Bazillen an jeder Ecke lauern sind wirksame Präventiv-Mittel gefragt – aber bitte ohne Nebenwirkungen. Gibt´s die überhaupt? – JA! Viele unserer Lebensmittel wirken antibiotisch, wie z. B. Knoblauch, Ingwer oder Chili. Wenn man die besten von ihnen mischt, erhält man das machtvollste natürliche Antibiotikum. Es bekämpft viele verschiedene Bakterienarten, wirkt gegen Viren, Parasiten und Pilze und verbessert im ganzen Körper die Blutzirkulation und den Lymphfluss.

Die Grundrezeptur hat ihren Ursprung im Europa des Mittelalters, in einer Zeit, als die Menschen unter vielen Krankheiten und tödlichen Epidemien litten. Damals schon konnte dieses hervorragende Therapeutikum unzähligen Menschen helfen, die schlimmsten Krankheiten zu besiegen.

Das Geheimnis

Es sind nicht die einzelnen Zutaten, sondern deren Kombination. Erst im Zusammenspiel zeigen sich die extrem wirksamen Eigenschaften gegen unzählige Krankheitserreger.

  • Knoblauch ist bereits von Natur aus ein starkes Antibiotikum mit weitreichenden gesundheitlichen Vorteilen. Knoblauch bekämpft schädliche Bakterien und Pilze aller Art und stärkt dabei noch die Darmflora.
  • Zwiebeln sind die nächsten Verwandten des Knoblauchs. Sie verstärken die Knoblauchwirkung und stellen gemeinsam mit diesem ein starkes Duo gegen Krankheiten dar.
  • Meerrettich wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Atemwege aus, die Nasennebenhöhlen und die Lungen. Verstopfte Neben- und Stirnhöhlen werden gereinigt, die Blutzirkulation wird verbessert und nahende Erkältungen oder die Grippe haben keine Chance mehr.
  • Ingwer und Chili hemmen Entzündungen, lindern Schmerzen und stimulieren enorm den Kreislauf. Sie bekämpfen Krankheiten an Ort und Stelle.
  • Kurkuma ist wohl im Hinblick auf die antibiotische Wirkung das beste Gewürz. Es bekämpft Infekte, reduziert Entzündungen, hemmt die Krebsentwicklung, lindert Gelenkschmerzen und beugt gar Demenz vor.
  • Apfelessig wurde zu Heilzwecken schon vom Vater der Medizin – Hippokrates – um 400 vor Christus eingesetzt. Man sagt, er habe nur zwei Mittel verwendet: Honig und Apfelessig. Apfelessig ist reich an Pektin, einem Ballaststoff, der hohe Cholesterinwerte senkt und den Blutdruck reguliert. Apfelessig unterstützt den Mineralstoffhaushalt und damit die Knochengesundheit, indem er dabei hilft, dass der Körper das Calcium aus der Nahrung besser aufnehmen kann.

(Quelle: Zentrum der Gesundheit)

Grundrezept „Natürliches Antibiotikum“

Zutaten

  • 700 ml Apfelessig (Bio)
  • ¼ Tasse fein gehackter Knoblauch
  • ¼ Tasse fein gehackte Zwiebel
  • 2 frische extrascharfe Peperoni/Chili
  • ¼ Tasse frisch geriebener Ingwer
  • 2 EL frisch geriebener Meerrettich
  • 2 EL Kurkuma-Pulver oder 2 Stück Kurkumawurzel

Zubereitung

Da sich die Schärfe der Zutaten nur schwer wieder von den Händen entfernen lässt, empfehle ich während der Zubereitung Haushalt-Handschuhe zu tragen. Möglicherweise führt die Schleimhautreizung zu vorübergehendem Niesen oder Weinen, wie beim Zwiebelschneiden. Aber es gibt Schlimmeres.

Alle Zutaten (ohne Apfelessig) in eine Schüssel geben und gut durchmischen. Die Mischung in ein 1 Liter-Einwegglas geben. Das Glas sollte mit den „trockenen“ Zutaten ca. 2/3 gefüllt sein. Nun mit Apfelessig bis knapp unter den Rand auffüllen, dicht verschließen und schütteln.

Das Glas zwei Wochen lang an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren. Mehrmals täglich gut durchschütteln. Die Wirkstoffe aus Knoblauch, Chili & Co werden während dieser Zeit vom Essig absorbiert.

Nach zwei Wochen den Essig durch ein feines Sieb abgießen, mit einem Löffel leicht ausdrücken und in eine dicht verschließbare Flasche abfüllen. Das fertige Antibiotikum kann nun verwendet oder bis zu acht Wochen (nach meiner Meinung am besten im Kühlschrank) aufbewahrt werden.

Anwendung

Der Trester kann in kleineren Mengen als Gewürz oder aufgekocht als Brühe für Suppen und Eintöpfe verwendet werden.

Meine Frau und ich haben bisher morgens und abends einen Esslöffel nur präventiv eingenommen. Im Ernstfall kann die Menge auf bis zu 4 x 2 cl im Schnapsglas gesteigert werden. Der Geschmack ist anfangs schon recht teuflisch. Im Laufe der Zeit haben wir uns aber regelrecht zu Fans entwickelt und möchten dieses Lebenselixier nicht mehr missen.

Freunde haben zwischenzeitlich von grandiosen Erfolgen berichtet. Erste Anzeichen einer Erkältung/eines Infektes (Heiserkeit, leichte Gliederschmerzen) wurden offensichtlich sofort im Keim erstickt – schon am nächsten Tag war alles wie weggeblasen. Ausprobieren lohnt sich.

Na dann, viel Spaß und Erfolg mit dem besten Antibiotikum der Welt.

Jörg Polster

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