Weihnachtsstress einfach weg atmen

richtig atmen

Foto Jürgen Oberguggenberger pixelio.de

Weihnachten steht vor der Tür und die besinnlichste Zeit des Jahres beginnt. Zumindest wünscht das jeder seinen Lieben und sich selbst. Meist lässt sich dieser Wunsch gar nicht so leicht erfüllen und oft hetzen wir ihm bis zur Bescherung hinterher. Wer nun dem alljährlichen Weihnachtsstress mit wenig Aufwand wirkungsvoll die Stirn bieten will, sollte es mal mit richtigem Atmen probieren. Jeder weiß, dass Atmung für uns lebenswichtig ist. Aber wir denken kaum darüber nach.

Ja, es klingt wie ein Witz.

Aber man kann tatsächlich falsch atmen. Wir sind „Flachatmer“ geworden.  Wenn wir mal darauf achten, werden wir in aller Regel feststellen, dass sich beim „unbewussten“ Einatmen eher unser Brustkorb wölbt als der Bauch. Und genau das ist unser Problem. In unserer schnellen und hektischen (Weihnachts-) Zeit vergessen wir scheinbar was am wichtigsten ist – genügend Sauerstoff an jede einzelne unserer annähernd 100 Billionen Körperzellen zu transportieren. Gleichermaßen muss Kohlendioxid als Abfallprodukt ausgeschieden werden. Richtig atmen bedeutet, dass die Atemluft ohne Anstrengung durch unseren Körper fließt und wir ununterbrochen mit genügend Sauerstoff versorgt sind.

Die Art und Weise, wie wir ein- und ausatmen, beeinflusst unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit nämlich ganz entscheidend. Anhaltender Stress versetzt uns in eine Art Dauer-Flucht-Modus, mit dem ein schnelles, flaches Atmen und häufig anhaltende Muskelverspannungen einhergehen. Ohne Gegenmaßnahmen gerät der Körper damit in einen dauerhaften Erschöpfungszustand.

Eine einfache Lösung mit Sofortwirkung heißt:

„bewusst Atmen“

Ich habe mir zur Routine gemacht, täglich mehrmals für fünf Minuten bewusst zu atmen – egal, ob ich am PC arbeite, in Besprechungen sitze oder Auto fahre. Spätestens, wenn die Konzentration nachlässt, kommt mir wieder in den Sinn, dass ich mal richtig (durch)atmen muss.

Und das funktioniert folgendermaßen:
Ich atme 5 Sekunden 1-2-3-4-5… durch die Nase tief in den Bauch ein und spüre, wie sich der Bauch durch die eingeatmete Luft aufbläht. Dabei will er natürlich befreit sein von Gürteln und allem, was ihn einengt. Nun entspanne ich mich und atme laaaaangsam über 10 Sekunden …6-7-8-9-10-11-12-13-14-15- alle Luft wieder aus. Das bedeutet, ich reduziere den Atemzyklus von normal 12 bis 16 Atemzügen auf vier Atemzüge pro Minute. Dieses kräftige Durchlüften der Sauerstoffdepots halte ich 5 Minuten durch. Nach jedem Mal ruft mir ein Billionenheer begeisterter Zellen zu: „Wow, war das wieder eine Wucht.“

Was ist passiert?

Mein Kalziumspiegel ist angestiegen und  verengte Gefäße sind wieder erweitert. Nun geht auch die Frequenz meines Herzschlags wieder zurück. In nur 5 Minuten hat sich nicht nur mein Leistungs-und Konzentrationsvermögen von 0 auf 100 erholt, sondern ich werde zum Buddha – unangreifbar, ruhig und entspannt. Diese Atemübung, mehrmals täglich angewendet,  hilft natürlich auch, die (manchmal stressige) Weihnachtszeit in vollen Zügen, ganz entspannt und mit allen Sinnen zu genießen. Ausprobieren lohnt sich!

In diesem Sinne wünsche ich
Frohe Weihnachten

Jörg Polster

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